FAQ
Führerscheine
Funkzeugnisse
Segeln


Welchen Sportbootführerschein benötige ich?

Für Sportboote mit mehr als 5PS an der Antriebswelle benötigt man auf den Seeschifffahrtsstraßen (im Abstand vom Festland bis zu 3sm seewärts) den SBFSee bzw. auf den Binnenschifffahrtsstraßen (alle Flusse, Kanäle und Seen) den SBFBinnen-Motor. In Berlin und auf dem Bodensee gibt es Sonderregelungen bezüglich der Führerscheine.

Welchen Beschränkungen unterliegt der Sportbootführerschein?

Für die Motorisierung gibt es keine Beschränkungen solange es sich nach den Schiffspapieren um ein zugelassenes Sportboot handelt. Auf Binnenschifffahrtsstraßen beschränkt sich der SBF Binnen-Motor jedoch auf eine Bootslänge von 15m.

Wofür benötige ich den SKS- oder SSS-Schein?

Bei diesen Scheinen handelt es sich ebenso wie beim SHS-Schein um amtliche, aber freiwillige Scheine für private Zwecke. Dabei sollte man berücksichtigen, dass man mit der Ausbildung für diese Scheine auch die Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt, die man in Gezeitenrevieren und außerhalb des Küstenmeeres benötigt. Wird das Sportboot jedoch gewerblich genutzt, dann ist je nach dem Nutzungszweck und dem Fahrtgebiet einer dieser Scheine vorgeschrieben.

Haben meine alten DDR-Sportbootführerscheine noch Gültigkeit?

Genau wie im Straßenverkehr behalten diese Führerscheine weiterhin ihre Gültigkeit. Jedoch sollte man sich bei dem Prüfungsausschuss im jeweiligen Bundesland absichern, das diese auch registriert sind, da bei Verlust ohne Registrierung keine Ersatzausfertigung ausgestellt wird. Zur Sicherheit kann man den DDR-Führerschein gegen Gebühr beim Deutschen Seglerverband (www.dsv.org) oder beim Deutschen Motoryacht Verband (www.dmyv.de) umschreiben lassen. Die Anträge dafür findet man im Internet.

Welchen Vorteil bietet ein Wochenkurs gegenüber einem Wochenendkurs?

Der Wochenkurs hat den Vorteil, dass man sich in dieser Woche allein auf den Lehrgang konzentriert. Da die Prüfung auch direkt im Anschluss an den Lehrgang erfolgt, ist der Unterricht ausführlicher und länger. Um individuell auf die Kursteilnehmer und deren Fragen einzugehen, ist die Teilnehmerzahl beschränkt.

Jemanden der keinen Urlaub opfern möchte, empfehlen wir den Wochenendkurs, in welchem allerdings der Unterricht gestrafft ist. Jedoch besteht hier die Möglichkeit, nach Bedarf zusätzliche Stunden als Privatunterricht zu buchen.

Welche Lehrmaterialien muss ich zum Kurs mitbringen?

Keine! Wir halten für die Kursteilnehmer alle Materialien und Lehrbücher bereit und informieren uns auch rechtzeitig darüber ob ein Teilnehmer lieber seine eigenen Bücher benutzen möchte. In einigen Kursen ist ein Lehrbuch oder ein Skript bereits in der Kursgebühr enthalten. In anderen Kursen stellen wir bestimmte Lehrbücher, Knotentampen und Naviagtionsset kostenlos gegen Kaution zur Verfügung. Im Verkauf kostet ein Lehrbuch bei uns genauso viel, wie im Buchhandel.

Welche Unterschiede gibt es zu anderen Bootsfahrschulen?

Zum einen gibt es qualitative Unterschiede. Das ist die Ausstattung der Unterrichtsräume und der Ausbildungsboote. Als Qualitätsmerkmal sind wir vom Deutschen Seglerverband, vom Verband Deutscher Sportbootschulen und vom Verband der Welt-Wassersport-Schulen offiziell als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Daneben gibt es methodische Unterschiede im Unterricht. Deshalb sind bei uns nur Dozenten tätig, die eine hohe Qualifikation nachweisen können. In der Regel ist das mindestens die Lizenzstufe A der Segellehrerlizenz des DSV oder eine gleichwertiger Ausbildernachweis. Um diesen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, bilden wir selbst Segellehrer und Dozenten für uns und andere Schulen aus.

Wofür benötige ich die SRC- und wofür die LRC-Berechtigung?

Das sogenannte Short-Range-Certificate (SRC) beschränkt sich auf den Betrieb einer Seefunkanlage auf einem Sportboot über UKW-Sprechfunk. Für viele Reviere, wie z.B. die Ostsee, Nordsee oder das Mittelmeer sind diese Anlagen völlig ausreichend. Einige Hochseeyachten sind jedoch zusätzlich mit Satellitenfunk oder Kurz- und Grenzwellenfunk ausgerüstet. Ausschließlich für diesen Betrieb benötigt der Schiffsführer das Long-Range-Certificate (LRC).

Kann ich die Prüfung zum SRC oder LRC bestehen, wenn ich keine Englischkenntnisse besitze?

Jeder kann die Prüfung bestehen, wenn er sich entsprechend vorbereitet. Für diejenigen, die überhaupt keine Englischkenntnisse besitzen, bieten wir ein entsprechendes Vokabel- und Texttraining an. Dabei beziehen wir uns ausschließlich auf die Prüfungsfragen und –texte. Die englischen Prüfungstexte, können dabei auswendig gelernt werden. Eine sinngemäße Wiedergabe in der Prüfung hat bisher jeder unserer Prüflinge geschafft.

Wieso benötigt man für deutsche Binnenwasserstraßen noch einen anderen Nachweis?

Schiffsfunkstellen auf Binnenschifffahrtsstraßen senden mit einer ATIS-Kennung. Außerdem werden die Aussendungen in deutscher Sprache vorgenommen. Ebenso gibt es Unterschiede in der Abwicklung von Meldungen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber einen zusätzlichen Nachweis vorgeschrieben.

Wird mein altes Funkzeugnis anerkannt?

Es gibt eine ganze Reihe von Funkzeugnissen vor der Einführung des GMDSS, welche weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Eine Übersicht bietet der Deutsche Seglerverband (www.dsv.org) in seinen Prospekten. Ebenso kann beim DSV der Antrag auf eine Umschreibung, bzw. Ersatzbescheinigung gestellt werden.

Wie lange dauert es Segeln zu lernen?

Das hängt von dem Praxisanteil im Segelkurs und der Anzahl der Schüler pro Lehrer ab. Deshalb findet unser Grundkurs auch über 12 Stunden im Boot statt. Selbst die gesamte Theorie, wie z.B. Fahrregeln und Ausrüstung unterrichten wir während des Segelns, dort wo man sie braucht! Außerdem lassen wir die Schüler niemals aus den Augen- ein Segellehrer hat die Verantwortung für max. zwei Schüler auf einem Boot. Fühlen sich die Schüler sicher, dann lernt es sich auch schneller und vor allem mit Spaß an der Sache!

Was für einen Segelschein brauche ich?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt von dem Revier und dem Boot ab. In Berlin z.B. benötigt man den amtlichen SBF Binnen-Segel schon ab 3qm Segelfläche. Auf der Ostsee, Nordsee, im Mittelmeer oder den Atlantischen Inseln ist dagegen kein Segelschein vorgeschrieben, er wird jedoch oft vom Bootsvermieter oder Vercharterter verlangt. Um im Urlaub kleine Boote zu mieten reicht in der Regel der Segelgrundschein. Für größere Charteryachten mit Motor benötigt man neben dem SBF See noch einen Segelschein (wie z.B. den SKS) und einen Funkschein (wie z.B. das SRC), wenn ein Funkgerät an Bord ist.

Mit welchem Boot kann ich am besten Segeln lernen?

Ein kleines Kielboot hat sich am besten bewährt. Es ist kentersicher und verzeiht somit dem Segelanfänger Unsicherheiten und Fehler. Es sollte jedoch kein Regattaboot sein, da die Vielzahl von -Strippen- den Segelanfänger verwirren können. Auch auf einer Segelyacht kann man Segeln lernen. Um Sie später zu führen braucht man jedoch meistens zusätzlich den SBF See und das SRC. Wenn es von Beginn an sportlich zugehen soll, dann kann man auch auf einem Strandcatamaran segeln lernen. Die Basismanöver und die Kommandos sind immer die gleichen.